KRASSE KRANKHEITEN VON DENEN
DU NOCH NICHT GEHÖRT HAST + KENNST DU SCHON
DIE KRANKHEIT ALLER 
FLUGBEGLEITERINNEN? Tatsächlich gibt es eine Krankheit, die Stewardessen-
krankheit genannt wird. Ihr lateinischer Name lau-
tet Periocrale Dermatitis. Die Krankheit tritt nicht etwa
nur bei Flugbegleiterinnen auf oder bei Personen, die
sich oft in Flugzeugen aufhalten, sondern bei Men-
schen, die besonders darauf achten, ein gepflegtes Äu-
ßeres an den Tag zu legen und das unter Zuhilfe-
nahme von viel Kosmetika. Durch zu viel Lippenstift,
Cremes oder Ähnliches stellt die Haut die Produk-
tion natürlicher Fette ein, die schützend wirken, sodass
die Haut im Endeffekt austrocknet. Meistens reagieren Betroffene darauf mit noch mehr Cremes oder Pfle-geprodukten, sodass der Ausschlag noch verstärkt wird.
DIE HAND VOM ANDEREN STERN Beim sogenannten Alien-Hand-Syndrom (AHS) sind
Betroffene nicht mehr im Stande eine ihrer beiden
Hände willentlich zu steuern. Das hat zur Folge, dass
die versehrte Hand unwillkürlich zu zucken beginnt
oder in extremeren Fällen sogar die unversehrte
Hand beim Essen behindert. Nur selten kommt es zu ernsthaften Verletzungen durch die versehrte Hand, 
die nicht mehr gesteuert werden kann. Das Alien-
Hand-Syndrom tritt meistens bei Menschen auf, bei 
denen im Gehirn das Corpus Callosum (der soge-
nannte Balken, bzw. die Verbindung zwischen den 
beiden Gehirnhälften) durchtrennt ist. Ein Tumor am 
Corpus Callosum kann auch AHS zur Folge haben.
STEINHARTE MUSKELN Keine lustige Angelegenheit ist die Krankheit Fibrodyspla-
sia Ossificans Progressive, kurz FOP. Weltweit leiden nur
ein paar hundert Menschen unter dieser Krankheit, die in den
meisten Fällen bereits im Kindesalter diagnostiziert werden
kann und im Laufe des Lebens immer schlimmer wird. Sie ist
nicht umsonst inoffiziell unter dem Namen »Stone-Man«
Krankheit bekannt, denn bei Betroffenen verwandeln sich
Muskel- und Nervengewebe und Sehnen über Jahre hinweg
schrittweise in Knochen. Das Verknöchern führt zur extre-
men Bewegungseinschränkung und zu starken Schmerzen.

 

GEBROCHENE HERZEN Es gibt wohl niemanden, der von sich behaupten kann, dass ihn
eine emotional belastende Situation, eine Trennung etwa, ein
Todesfall vielleicht, nicht schon einmal gänzlich aus der Fassung
gebracht hätte. Dass von emotionalem Stress sogar eine physi-sche Gefahr ausgehen kann, zeigt die Krankheit, die Tako-Tsubo-
Kardiomyopathie genannt wird. Sie tritt häufiger bei älteren
Frauen auf, deren Herzmuskel aufgrund einer emotional enorm
belastenden Situation verkrampft. Die Symptome, die daraus
resultieren sind denen eines Herzinfarkts ziemlich ähnlich, aber
weniger gefährlich. Nach einigen Wochen entkrampft sich der
Herzmuskel bei den meisten Betroffenen wieder, sodass das Herz
seine normale Funktion aufnimmt. Der etwas ungewöhnliche
Name, der für europäische Zungen ein Hindernis darstellen könnte, stammt übrigens von japanischen Tintenfischfallen, deren Form und Beschaffenheit den Entdecker der Krankheit an die verkrampf-
te linke Herzkammer erinnerte. DIE LAST DER LUST PSAS – oder Persistent sexual arousal Syndrome – bezeichnet eine Krankheit,
bei der ein Betroffener sich in einem dauerhaften Erregungszustand befindet, der
bis zu 24 Stunden andauern kann. Die Geschlechtsorgane (wir sprechen von
der Klitoris und der Scheide, denn in der Regel sind Frauen von PSAS betroffen)
sind durchgehend geschwollen. Betroffene können bis zu 250 Orgasmen am
Tag erfahren. Diese treten unerwartet und ungewollt auf und können durch ver-schiedenste äußere Einflüsse ausgelöst werden, so z. B. durch die Vibration,
die beim Autofahren entsteht, laute Musik, durch das Fahren im Aufzug, das Ge-räuscheines Föhns und vieles mehr … Wer jetzt denkt, diese Krankheit wäre ein
Segen, der irrt gewaltig. Der dauerhafte Erregungszustand hat extreme Schmer-
zen im Unterleib zur Folge. Psychisch sind Betroffene ebenso belastet, denn
die Krankheit wird meistens von Scham, Angst und Trauer begleitet. PSAS ist erst
seit 2001 bekannt und weder durch Medikation noch durch Therapie heilbar.  ZUM VERWECHSELN ÄHNLICH Wer hatte nicht schon mal den Eindruck, dass eine
nahestehende Person sich irgendwie seltsam oder auf-
fällig verhält? Bei Menschen, die unter dem Capgras-
Syndrom leiden, verwandelt sich diese Angst in eine Art
wahnhafte Illusion, denn Betroffene sind davon über-
zeugt, ihre Angehörigen wären durch einen exakt gleich-aussehenden Doppelgänger ersetzt worden. In des-
sen Verhalten erkennen sie Abweichungen zum gewöhn-
lichen Verhalten der Person, die sie kennen, was für sie
oftmals als Beweis ihrer Befürchtung ausreicht.
EINFACH VERGESSEN, BEINAHE AUFGEHÄNGT, FALSCH AMPUTIERT PEINLICHE UNFÄLLE UND KURIOSE VERSUCHE
UPS, FALSCHES BEIN … dachten sich wohl die Ärzte, als sich mitten in der Operation herausstellte, dass sie dem 52-jährigen Willie King aus Versehen das falsche Bein amputiert hatten – tja, da war es leider schon zu spät, um den Patzer rückgängig zu machen. Mr. King war not amused. EIN UNLIEBSAMES ANDENKEN fand man nach einer Operation im Bauchraum beim 49-jährigen Donald Church. Die Ärzte hatten tatsächlich einen über 33 Zentime-ter langen Wundspreizer im Körper des Patienten vergessen. Mr. Church bekam umgerechnet 91.907 € Schadensersatz.
ÄHM KOMMT DAS KIND VON MIR? Mit einem dunkelhäutigen Kind hatte Nancy Andrews nicht gerechnet, waren sie und ihr Mann doch weiß. Das Krankenhaus hatte leider einen Fehler gemacht und Frau Andrews aus Versehen nicht das Sperma ihres Mannes injiziert, sondern fremdes. ALLES FÜR DIE WISSENSCHAFT, muss sich Nicolas Minovici 1905 gedacht haben, als er sich für seine Studien über das Er-hängen, » Etude sur la pendaison« selbst aufgehängt hat. Beim Hangeln in zwei Metern Höhe wäre Minovici selber beinahe umgekommen.
^ ^
CORPUS ANIMA MORBUS RATIO +
KRASSE KRANKHEITEN VON DENEN
DU NOCH NICHT GEHÖRT HAST + KENNST DU SCHON
CORPUS
ANIMA
MORBUS
RATIO
+
DIE LAST DER LUST PSAS – oder Persistent sexual arousal Syndrome – bezeichnet eine Krankheit,
bei der ein Betroffener sich in einem dauerhaften Erregungszustand befindet, der
bis zu 24 Stunden andauern kann. Die Geschlechtsorgane (wir sprechen von
der Klitoris und der Scheide, denn in der Regel sind Frauen von PSAS betroffen)
sind durchgehend geschwollen. Betroffene können bis zu 250 Orgasmen am
Tag erfahren. Diese treten unerwartet und ungewollt auf und können durch ver-schiedenste äußere Einflüsse ausgelöst werden, so z. B. durch die Vibration,
die beim Autofahren entsteht, laute Musik, durch das Fahren im Aufzug, das Ge-räuscheines Föhns und vieles mehr … Wer jetzt denkt, diese Krankheit wäre ein
Segen, der irrt gewaltig. Der dauerhafte Erregungszustand hat extreme Schmer-
zen im Unterleib zur Folge. Psychisch sind Betroffene ebenso belastet, denn
die Krankheit wird meistens von Scham, Angst und Trauer begleitet. PSAS ist erst
seit 2001 bekannt und weder durch Medikation noch durch Therapie heilbar.
DIE HAND VOM ANDEREN STERN Beim sogenannten Alien-Hand-Syndrom (AHS) sind
Betroffene nicht mehr im Stande eine ihrer beiden
Hände willentlich zu steuern. Das hat zur Folge, dass
die versehrte Hand unwillkürlich zu zucken beginnt
oder in extremeren Fällen sogar die unversehrte
Hand beim Essen behindert. Nur selten kommt es zu ernsthaften Verletzungen durch die versehrte Hand, 
die nicht mehr gesteuert werden kann. Das Alien-
Hand-Syndrom tritt meistens bei Menschen auf, bei 
denen im Gehirn das Corpus Callosum (der soge-
nannte Balken, bzw. die Verbindung zwischen den 
beiden Gehirnhälften) durchtrennt ist. Ein Tumor am 
Corpus Callosum kann auch AHS zur Folge haben. STEINHARTE MUSKELN Keine lustige Angelegenheit ist die Krankheit Fibrodyspla-
sia Ossificans Progressive, kurz FOP. Weltweit leiden nur
ein paar hundert Menschen unter dieser Krankheit, die in den
meisten Fällen bereits im Kindesalter diagnostiziert werden
kann und im Laufe des Lebens immer schlimmer wird. Sie ist
nicht umsonst inoffiziell unter dem Namen »Stone-Man«
Krankheit bekannt, denn bei Betroffenen verwandeln sich
Muskel- und Nervengewebe und Sehnen über Jahre hinweg
schrittweise in Knochen. Das Verknöchern führt zur extre-
men Bewegungseinschränkung und zu starken Schmerzen.
GEBROCHENE HERZEN Es gibt wohl niemanden, der von sich behaupten kann, dass ihn
eine emotional belastende Situation, eine Trennung etwa, ein
Todesfall vielleicht, nicht schon einmal gänzlich aus der Fassung
gebracht hätte. Dass von emotionalem Stress sogar eine physi-sche Gefahr ausgehen kann, zeigt die Krankheit, die Tako-Tsubo-
Kardiomyopathie genannt wird. Sie tritt häufiger bei älteren
Frauen auf, deren Herzmuskel aufgrund einer emotional enorm
belastenden Situation verkrampft. Die Symptome, die daraus
resultieren sind denen eines Herzinfarkts ziemlich ähnlich, aber
weniger gefährlich. Nach einigen Wochen entkrampft sich der
Herzmuskel bei den meisten Betroffenen wieder, sodass das Herz
seine normale Funktion aufnimmt. Der etwas ungewöhnliche
Name, der für europäische Zungen ein Hindernis darstellen könnte, stammt übrigens von japanischen Tintenfischfallen, deren Form und Beschaffenheit den Entdecker der Krankheit an die verkrampf-
te linke Herzkammer erinnerte.
DIE KRANKHEIT ALLER 
FLUGBEGLEITERINNEN? Tatsächlich gibt es eine Krankheit, die Stewardessen-
krankheit genannt wird. Ihr lateinischer Name lau-
tet Periocrale Dermatitis. Die Krankheit tritt nicht etwa
nur bei Flugbegleiterinnen auf oder bei Personen, die
sich oft in Flugzeugen aufhalten, sondern bei Men-
schen, die besonders darauf achten, ein gepflegtes Äu-
ßeres an den Tag zu legen und das unter Zuhilfe-
nahme von viel Kosmetika. Durch zu viel Lippenstift,
Cremes oder Ähnliches stellt die Haut die Produk-
tion natürlicher Fette ein, die schützend wirken, sodass
die Haut im Endeffekt austrocknet. Meistens reagieren Betroffene darauf mit noch mehr Cremes oder Pfle-geprodukten, sodass der Ausschlag noch verstärkt wird.
 ZUM VERWECHSELN ÄHNLICH Wer hatte nicht schon mal den Eindruck, dass eine
nahestehende Person sich irgendwie seltsam oder auf-
fällig verhält? Bei Menschen, die unter dem Capgras-
Syndrom leiden, verwandelt sich diese Angst in eine Art
wahnhafte Illusion, denn Betroffene sind davon über-
zeugt, ihre Angehörigen wären durch einen exakt gleich-aussehenden Doppelgänger ersetzt worden. In des-
sen Verhalten erkennen sie Abweichungen zum gewöhn-
lichen Verhalten der Person, die sie kennen, was für sie
oftmals als Beweis ihrer Befürchtung ausreicht.
EINFACH VERGESSEN, BEINAHE AUFGEHÄNGT, FALSCH AMPUTIERT PEINLICHE UNFÄLLE UND KURIOSE VERSUCHE UPS, FALSCHES BEIN … dachten sich wohl die Ärzte, als sich mitten in der Operation herausstellte, dass sie dem 52-jährigen Willie King aus Versehen das falsche Bein amputiert hatten – tja, da war es leider schon zu spät, um den Patzer rückgängig zu machen. Mr. King war not amused. EIN UNLIEBSAMES ANDENKEN fand man nach einer Operation im Bauchraum beim 49-jährigen Donald Church. Die Ärzte hatten tatsächlich einen über 33 Zentime-ter langen Wundspreizer im Körper des Patienten vergessen. Mr. Church bekam umgerechnet 91.907 € Schadensersatz. ÄHM KOMMT DAS KIND VON MIR? Mit einem dunkelhäutigen Kind hatte Nancy Andrews nicht gerechnet, waren sie und ihr Mann doch weiß. Das Krankenhaus hatte leider einen Fehler gemacht und Frau Andrews aus Versehen nicht das Sperma ihres Mannes injiziert, sondern fremdes. ALLES FÜR DIE WISSENSCHAFT, muss sich Nicolas Minovici 1905 gedacht haben, als er sich für seine Studien über das Er-hängen, » Etude sur la pendaison« selbst aufgehängt hat. Beim Hangeln in zwei Metern Höhe wäre Minovici selber beinahe umgekommen.