NEBEN „A CURE FOR WELLNESS“ HABEN WIR NOCH 
EIN PAAR WEITERE FILMTIPPS FÜR EUCH + NOCH NICHT GENUG 
GEGRUSELT?
SESSION 09 - USA, 2001 - BRAD ANDERSON
DER GEHEIMTIPP Kein Fan von abgehackten Gliedmaßen und Blutspritz-ern? Dann empfehlen wir euch den »Sleeper-Hit« Session 09. Den Rahmen von Andersons Film bildet der Auftrag an ein Expertenteam, das eine mittlerweile verlassene Nervenheilanstalt von Asbestresten befreien soll. Leider sind diese Experten, allen voran der Chef Gordon Fle-ming, nicht so professionell, als dass sie die dunkle, be-drückende Atmosphäre des leerstehenden Gemäuers absolut unberührt lassen würde – insbesondere, als sie ein altes Tonbandaufnahmegerät finden, das ihnen 
bald eine unheimliche Wahrheit offenbart. Von anfäng-lichem Unwohlsein steigert sich der psychische Zustand der Protagonisten daraufhin schnell ins Wahnhafte. PRO: Befürworter loben die dunkle Atmosphäre des Films, 
die in Rezensionen häufig mit dem Klassiker »Wenn die Gondeln Trauer tragen« verglichen wird. Zuschauer erwartet also eine ziemlich »old-schoolige« Gruselunter-haltung, die nicht versucht mit Gore zu punkten, son-
dern mit psychologischer Raffinesse aufwartet. CONTRA: Wer nicht so empfänglich für gruselige Atmosphäre 
ist und sich schnell langweilt, wenn es im Film nicht or-dentlich »knallt«, der könnte enttäuscht werden. DAS KABINETT DES 
DR. CALIGARI - DEUTSCHLAND, 1920 - 
ROBERT WIENE EIN KLASSIKER FÜR CINEASTEN Was Metropolis für den Science-Fiction-Film ist, ist Das Cabinet des Dr. Caligari sicherlich für den Horrorfilm. 
Im Garten einer Irrenanstalt erzählt ein Patient einem an-deren die Geschichte seiner Erkrankung. In der Geschich-te geht es um einen geheimnisvollen Dr. Caligari, der 
auf einem Jahrmarkt mithilfe seiner Hauptattraktion, dem schlafwandelnden, monströs anmutenden Rie-sen, den Menschen die Zukunft voraussagt. Nachts jedoch, wenn die anderen Leute schlafen, erwacht die Hauptattrak-
tion aus Dr. Caligaris Kabinett. Mehr noch als die Doppel-bödigkeit der Handlung, die einen großen Teil des Reizes ausmacht, interessiert den Zuschauer heute eigentlich 
die expressionistische Anmutung der Schauspielerischen Leistung und natürlich der Set-Designs. Interessanter Side-Fakt: Durch den Film erlangte der deutsche Film nach dem Ersten Weltkrieg globalen Rum. 1933 wurde er unter der Nazi-Diktatur verboten. Begründung? »Entartet«. PRO: Auch heute noch unheimlich. Außerdem: spannend Ele-mente aus dem Film als Grundbaustein vieler heutiger Filme zu erkennen. CONTRA: Tatsächlich nicht unbedingt etwas für den »Otto-Normal-Filmschauer«, sondern eher etwas für Leute, die sich stark für das Kino und die Geschichte des Films interessieren. Auf weniger historisch interessierte mag der Film heutzu-tage etwas wirr, angestaubt und künstlich wirken.
FLATLINERS - USA, 1990 - 
JOEL SCHUHMACHER WAS KOMMT NACH DEM TOD? Die Frage danach, was passiert, nachdem der Mensch klinisch tot ist, treibt einige Medizinstudenten (darunter Julia Roberts als Rachel und Kevin Bacon als Dave) zu makaberen Experimenten. Einer nach dem anderen ver-setzen sie sich in einen künstlichen Todeszustand, um das erleben zu können, was Nahtoderfahrung genannt wird. Anschließend lassen sie sich wieder reanimieren, um ein-ander zu berichten, was ihnen widerfahren ist. Diese Experimente bleiben jedoch nicht ohne Folgen. Alle wer-den in unheilvollen Tagträumen, die sich für die Pro-tagonisten erschreckend real anfühlen, von totgeglaub-ten Verwandten verfolgt oder von Menschen, denen 
sie in der Vergangenheit übel mitgespielt haben. PRO: Beklemmend und subtil steigert sich dieses kleine Juwel unter den medizinischen Horrorfilmen bis zum Ende. Dabei schafft der Film es, nicht bloß platter Horror zu sein, sondern sich auch mit Fragen der Metaphysik, Medi-zin und der Psychologe auseinanderzusetzen – ohne zu geschwollen und angestrengt »deep« daherzukommen. CONTRA: Kein Contra! Wir können auch mal begeistert sein.
CORPUS ANIMA MORBUS RATIO +
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NEBEN „A CURE FOR WELLNESS“ HABEN WIR NOCH 
EIN PAAR WEITERE FILMTIPPS FÜR EUCH + NOCH NICHT GENUG 
GEGRUSELT?
CORPUS
ANIMA
MORBUS
RATIO
+
SESSION 09 - USA, 2001 - BRAD ANDERSON DER GEHEIMTIPP Kein Fan von abgehackten Gliedmaßen und Blutspritz-ern? Dann empfehlen wir euch den »Sleeper-Hit« Session 09. Den Rahmen von Andersons Film bildet der Auftrag an ein Expertenteam, das eine mittlerweile verlassene Nervenheilanstalt von Asbestresten befreien soll. Leider sind diese Experten, allen voran der Chef Gordon Fle-ming, nicht so professionell, als dass sie die dunkle, be-drückende Atmosphäre des leerstehenden Gemäuers absolut unberührt lassen würde – insbesondere, als sie ein altes Tonbandaufnahmegerät finden, das ihnen 
bald eine unheimliche Wahrheit offenbart. Von anfäng-lichem Unwohlsein steigert sich der psychische Zustand der Protagonisten daraufhin schnell ins Wahnhafte. PRO: Befürworter loben die dunkle Atmosphäre des Films, 
die in Rezensionen häufig mit dem Klassiker »Wenn die Gondeln Trauer tragen« verglichen wird. Zuschauer erwartet also eine ziemlich »old-schoolige« Gruselunter-haltung, die nicht versucht mit Gore zu punkten, son-
dern mit psychologischer Raffinesse aufwartet. CONTRA: Wer nicht so empfänglich für gruselige Atmosphäre 
ist und sich schnell langweilt, wenn es im Film nicht or-dentlich »knallt«, der könnte enttäuscht werden. FLATLINERS - USA, 1990 - 
JOEL SCHUHMACHER WAS KOMMT NACH DEM TOD? Die Frage danach, was passiert, nachdem der Mensch klinisch tot ist, treibt einige Medizinstudenten (darunter Julia Roberts als Rachel und Kevin Bacon als Dave) zu makaberen Experimenten. Einer nach dem anderen ver-setzen sie sich in einen künstlichen Todeszustand, um das erleben zu können, was Nahtoderfahrung genannt wird. Anschließend lassen sie sich wieder reanimieren, um ein-ander zu berichten, was ihnen widerfahren ist. Diese Experimente bleiben jedoch nicht ohne Folgen. Alle wer-den in unheilvollen Tagträumen, die sich für die Pro-tagonisten erschreckend real anfühlen, von totgeglaub-ten Verwandten verfolgt oder von Menschen, denen 
sie in der Vergangenheit übel mitgespielt haben. PRO: Beklemmend und subtil steigert sich dieses kleine Juwel unter den medizinischen Horrorfilmen bis zum Ende. Dabei schafft der Film es, nicht bloß platter Horror zu sein, sondern sich auch mit Fragen der Metaphysik, Medi-zin und der Psychologe auseinanderzusetzen – ohne zu geschwollen und angestrengt »deep« daherzukommen. CONTRA: Kein Contra! Wir können auch mal begeistert sein. DAS KABINETT DES 
DR. CALIGARI - DEUTSCHLAND, 1920 - 
ROBERT WIENE EIN KLASSIKER FÜR CINEASTEN Was Metropolis für den Science-Fiction-Film ist, ist Das Cabinet des Dr. Caligari sicherlich für den Horrorfilm. 
Im Garten einer Irrenanstalt erzählt ein Patient einem an-deren die Geschichte seiner Erkrankung. In der Geschich-te geht es um einen geheimnisvollen Dr. Caligari, der 
auf einem Jahrmarkt mithilfe seiner Hauptattraktion, dem schlafwandelnden, monströs anmutenden Rie-sen, den Menschen die Zukunft voraussagt. Nachts jedoch, wenn die anderen Leute schlafen, erwacht die Hauptattrak-
tion aus Dr. Caligaris Kabinett. Mehr noch als die Doppel-bödigkeit der Handlung, die einen großen Teil des Reizes ausmacht, interessiert den Zuschauer heute eigentlich 
die expressionistische Anmutung der Schauspielerischen Leistung und natürlich der Set-Designs. Interessanter Side-Fakt: Durch den Film erlangte der deutsche Film nach dem Ersten Weltkrieg globalen Rum. 1933 wurde er unter der Nazi-Diktatur verboten. Begründung? »Entartet«. PRO: Auch heute noch unheimlich. Außerdem: spannend Ele-mente aus dem Film als Grundbaustein vieler heutiger Filme zu erkennen. CONTRA: Tatsächlich nicht unbedingt etwas für den »Otto-Normal-Filmschauer«, sondern eher etwas für Leute, die sich stark für das Kino und die Geschichte des Films interessieren. Auf weniger historisch interessierte mag der Film heutzu-tage etwas wirr, angestaubt und künstlich wirken.