NICHT NUR BEI AMAZON KÖNNEN WIR EIN MILITÄRVERPFLEGUNGSPAKET FÜR 15.90€ KAUFEN, SONDERN AUCH IM SUPERMARKT FINDEN WIR EINIGE ARTIKEL AUS DER KULINARISCHEN AUSRÜSTUNG DER SOLDATEN. + OH-OO-OH YOU’RE 
IN THE ARMY NOW
Müsliriegel und Tütensalat finden wir heute in jedem Supermarkt. Dass sie ursprünglich für Soldaten im Einsatz entwickelt wurden, zeigt wie sehr uns das Militär beeinflusst.
Viele der neusten Erfindungen stammen aus den USA, die sich in ihren Forschungszentren auch heute noch mit z. B. Aus-
rüstung, Konservierung, Haltbarkeit, Nährstoffen und Leis-tungssteigerung beschäftigen. So kann es sein, dass wir 
schon bald haltbare Pizza in den Läden finden, die nicht gekühlt werden muss. Ob das positive Auswirkungen hat, ist fraglich. Denn natürlich enthalten die für das Militär ent-wickelten Lebensmittel einiges an Chemikalien. Da man 
das Konzept jedoch für Ausnahmesituationen entwickelte 
und sie kein lebenslanger Ernährungsstandard sein sollen, ist es für die Soldaten unbedenklich. Der Nachteil allerdings: durch die Aufnahme des special foods in unseren Super-märkten wird es dann eben doch für einige Menschen zur all-täglichen Ernährung. Aber nicht nur die USA investiert in die combat rations ( die Verpflegung ihrer Soldaten für Aus-landseinsätze ). Wir untersuchen, wie die Armeen der Welt gefüttert werden. DEUTSCHLAND: EPA Der Inhalt des deutschen Einmannpaketes umfasst für einen
Tag 3600 Kilokalorien. Seit 2013 gibt es zwölf unterschied-liche Fresspakete. Ein EPa enthält: Fertiggerichte, Müsli und Müsliriegel, Brot, Streichwurst , Marmelade, Desserts, Snacks, Getränkepulver, Salz und Pfeffer, Kaffeepulver, ein Päck-
chen Kaugummi – und praktisches Zubehör wie Streichhölzer, Wasserentkeimungstabletten, sowie Erfrischungstücher. Ein Klassiker im EPa sind die »Panzerplatten« genannten Hart-kekse – was äußerst schmackhaft klingt! ITALIEN: SALUTE! DARAUF EINEN
SCHNAPS! Die Soldaten Italiens bekommen neben Pulvercappuccino,
Mandelgebäck (Biscotti), Nudeln, Dosentruthahn, Mines-trone, Reissalat, einem Power-Sport-Riegel und Dosen-früchten einen Schnaps. Tatsächlich ist Italien das einzige Land, das seinen Soldaten ein wenig Alkohol gönnt. FRANKREICH: CASSOULET
UND PASTETE Ganz traditionell präsentieren die Franzosen ihren Soldaten
Hirschpastete, kreolisches Cassoulet mit Ente und Schwein,
dazu Schokoladencréme, Kaffepulver, Frühstücksmüsli und
Butterkaramel. Ganz schlicht in der Erscheinung aber eben
doch sehr raffiniert – ganz typisch französisch. GROSSBRITANNIEN:
TIME FOR TEA Die Briten servieren ihren kämpfenden Kameraden indisches Chicken-Tikka-Masala und daneben ein vegetarisches Nu-delgericht. Zum Frühstück gibt es Schinken und Bohnen, da-zu Süßigkeiten, Studentenfutter und zusätzlich eine Apfel-Fruchttasche. Was auch nicht fehlen darf: Bonbons und reichlich Teebeutel, für die »teatime-nation«. Das Highlight ihres Paketes ist jedoch das Fläschchen Tabasco, um das sie häufiger von Soldaten aus anderen Nationen beneidet werden. USA: FUTURISTIC MEALS Das abwechslungsreichste Paket bietet natürlich die Forschungsnation Amerika. Die Fresspakete sind daher technisch hoch entwickelt. In die Tütchen muss lediglich Wasser hinzugefügt werden und schon erwärmt sich das Essen darin von selbst. Das MRE – »Meal ready to eat« besteht aus Mandel-Mohn-Kuchen, Preiselbeeren, alkoholfreiem Apfelwein, Erdnussbutter und Crackern. Das Hauptgericht besteht aus Pasta mit Gemüse in Tomatensauce. SINGAPUR: ENTWEDER ODER Im Gegensatz zu den USA ist das Paketaus Singapur dagegen
recht übersichtlich. Drei Gerichte stehen darin zur Auswahl: Nudeln mit Huhn, Reis mit Pilzen oder Sojamilch und rote Bohnen. IM RANKING Passend zu den Spezialitäten der einzelnen Länder sind also
auch die Verpflegungspakete ganz heimatlich und traditionell.
Während man in Schweden die Grüne Tüte (Grönpase)austeilt, erhalten die Schweizer den sogenannten Notriemen und die Briten das 24 Hour Operational Ration Pack (ORP). Wenn schon alles fremd ist, sollte wenigstens Frühstück, Mittag und Abendbrot heimatlich sein. Laut einer Verkostung des »Guardians«, der Kostproben der stationierten Armeen in Afghanistan getestet hat, schneidet das italienische Ver-pflegungspaket geschmacklich am besten ab. Vermutlich nicht zuletzt wegen des Likörs. Auf Platz zwei stehen die Franzosen, die mit ihren kulinarischen Gerichten überzeugen konnten. Früher enthielt auch ihr Paket ein wenig Alkohol – ein Tetrapack Rotwein, der dann jedoch gestrichen wurde. Überrascht hat die Tester des Guardians doch tatsächlich das deutsche Verpflegungspaket, welches mit Roggenbrot und Streichleberwurst das Interesse geweckt hat.
^ ^
CORPUS ANIMA MORBUS RATIO +
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rüstung, Konservierung, Haltbarkeit, Nährstoffen und Leis-tungssteigerung beschäftigen. So kann es sein, dass wir 
schon bald haltbare Pizza in den Läden finden, die nicht gekühlt werden muss. Ob das positive Auswirkungen hat, ist fraglich. Denn natürlich enthalten die für das Militär ent-wickelten Lebensmittel einiges an Chemikalien. Da man 
das Konzept jedoch für Ausnahmesituationen entwickelte 
und sie kein lebenslanger Ernährungsstandard sein sollen, ist es für die Soldaten unbedenklich. Der Nachteil allerdings: durch die Aufnahme des special foods in unseren Super-märkten wird es dann eben doch für einige Menschen zur all-täglichen Ernährung. Aber nicht nur die USA investiert in die combat rations ( die Verpflegung ihrer Soldaten für Aus-landseinsätze ). Wir untersuchen, wie die Armeen der Welt gefüttert werden. DEUTSCHLAND: EPA Der Inhalt des deutschen Einmannpaketes umfasst für einen
Tag 3600 Kilokalorien. Seit 2013 gibt es zwölf unterschied-liche Fresspakete. Ein EPa enthält: Fertiggerichte, Müsli und Müsliriegel, Brot, Streichwurst , Marmelade, Desserts, Snacks, Getränkepulver, Salz und Pfeffer, Kaffeepulver, ein Päck-
chen Kaugummi – und praktisches Zubehör wie Streichhölzer, Wasserentkeimungstabletten, sowie Erfrischungstücher. Ein Klassiker im EPa sind die »Panzerplatten« genannten Hart-kekse – was äußerst schmackhaft klingt! ITALIEN: SALUTE! DARAUF EINEN
SCHNAPS! Die Soldaten Italiens bekommen neben Pulvercappuccino,
Mandelgebäck (Biscotti), Nudeln, Dosentruthahn, Mines-trone, Reissalat, einem Power-Sport-Riegel und Dosen-früchten einen Schnaps. Tatsächlich ist Italien das einzige Land, das seinen Soldaten ein wenig Alkohol gönnt. FRANKREICH: CASSOULET
UND PASTETE Ganz traditionell präsentieren die Franzosen ihren Soldaten
Hirschpastete, kreolisches Cassoulet mit Ente und Schwein,
dazu Schokoladencréme, Kaffepulver, Frühstücksmüsli und
Butterkaramel. Ganz schlicht in der Erscheinung aber eben
doch sehr raffiniert – ganz typisch französisch.
GROSSBRITANNIEN:
TIME FOR TEA Die Briten servieren ihren kämpfenden Kameraden indisches Chicken-Tikka-Masala und daneben ein vegetarisches Nu-delgericht. Zum Frühstück gibt es Schinken und Bohnen, da-zu Süßigkeiten, Studentenfutter und zusätzlich eine Apfel-Fruchttasche. Was auch nicht fehlen darf: Bonbons und reichlich Teebeutel, für die »teatime-nation«. Das Highlight ihres Paketes ist jedoch das Fläschchen Tabasco, um das sie häufiger von Soldaten aus anderen Nationen beneidet werden. USA: FUTURISTIC MEALS Das abwechslungsreichste Paket bietet natürlich die Forschungsnation Amerika. Die Fresspakete sind daher technisch hoch entwickelt. In die Tütchen muss lediglich Wasser hinzugefügt werden und schon erwärmt sich das Essen darin von selbst. Das MRE – »Meal ready to eat« besteht aus Mandel-Mohn-Kuchen, Preiselbeeren, alkoholfreiem Apfelwein, Erdnussbutter und Crackern. Das Hauptgericht besteht aus Pasta mit Gemüse in Tomatensauce. SINGAPUR: ENTWEDER ODER Im Gegensatz zu den USA ist das Paketaus Singapur dagegen
recht übersichtlich. Drei Gerichte stehen darin zur Auswahl: Nudeln mit Huhn, Reis mit Pilzen oder Sojamilch und rote Bohnen. IM RANKING Passend zu den Spezialitäten der einzelnen Länder sind also
auch die Verpflegungspakete ganz heimatlich und traditionell.
Während man in Schweden die Grüne Tüte (Grönpase)austeilt, erhalten die Schweizer den sogenannten Notriemen und die Briten das 24 Hour Operational Ration Pack (ORP). Wenn schon alles fremd ist, sollte wenigstens Frühstück, Mittag und Abendbrot heimatlich sein. Laut einer Verkostung des »Guardians«, der Kostproben der stationierten Armeen in Afghanistan getestet hat, schneidet das italienische Ver-pflegungspaket geschmacklich am besten ab. Vermutlich nicht zuletzt wegen des Likörs. Auf Platz zwei stehen die Franzosen, die mit ihren kulinarischen Gerichten überzeugen konnten. Früher enthielt auch ihr Paket ein wenig Alkohol – ein Tetrapack Rotwein, der dann jedoch gestrichen wurde. Überrascht hat die Tester des Guardians doch tatsächlich das deutsche Verpflegungspaket, welches mit Roggenbrot und Streichleberwurst das Interesse geweckt hat.